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Donnerstag 20:00 Uhr
Holger Paetzt
Foto: Erik Dreyer

„Er ist, schlicht und ergreifend, ein sprachvirtuoser, extraordinärer Literat, wenn nicht Poet.“

Neue Zürcher Zeitung

Holger Paetzt

Auch Veganer verwelken

Kabarett

Die Vernunft ist nicht aufzuhalten. Ein Leben ohne Fleisch heißt Zukunft, Vitalität, Gesundheit, Sex, Frauen, Geld. Da will jeder hin. Allein, dass man sich immer rechtfertigen muss, warum man kein Fleisch mehr isst. Weil einem Tiere leid tun? Ach ja?
Man kann als Nichtvegetarier durchaus mit dem Tier sympathisieren. Und sogar beim Essen Zuneigung zum Tier entwickeln. Rinderbraten mit Rotkohl und gleichzeitig die Katze streicheln.
Ist Trunkenheit nicht auch Tierschutz? Und wieso gibt es so wenig Alkohol aus Fleisch? Was will uns das Tier damit sagen? Ist ein Vegetarier in der CSU überhaupt denkbar? Und wenn, darf man ihn zur Kommunion lassen? Ist die Metamorphose, in die das Rind sich schickt – in dem es Gras frisst und als Lende endet – nicht Ausdruck religiöser Wandlung? Versündigt man sich nicht wider die Schöpfung, wenn man die Wurst verschmäht? Und wo schmiert der Blätterfresser den süßen Senf drauf?
Ist denn ein pures Blätterfresser-Leben überhaupt noch lebenswert? Diesen und anderen drängenden Fragen, die sonst keiner stellt, widmet sich Holger Paetz.


http://www.holger-paetz.de/