Peter Unfried
Autorität ist, wenn die Kinder durchgreifen
Peter Unfried wollte seine Kinder „zeitgemäß modern“ erziehen. Nicht so wie diese antiautoritären, linken Schluffis, aber eben auch nicht so schwäbisch-autoritär wie die eigenen Eltern. Und nun? Penelope ist 13 und interessiert sich nur für Facebook, Topmodels und Duschen. Adorno ist 11, interessiert sich nur für Killerspiele und Fußball – und weigert sich zu duschen. Außerdem sind diese Kinder moralinsaure Spießer, gnadenlose Materialisten und zu allem Unglück auch noch militante Vegetarier. Ihr Großvater ist ein schwäbischer Metzger und hält es im Kopf nicht aus. Und ihre Mutter – genannt „die Macht“ quält die große Frage: Von wem haben sie das bloß?
Wer seine Kinder Penelope und Adorno nennt, muss sich nicht wundern, wenn sie autoritär zurückschlagen. Und wir genießen dieses Familiengemetzel.
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