Jess Jochimsen
Für die Jahreszeit zu laut
Die Welt könnte schön sein.
Wäre da nicht der Mitmensch.
Der in einer Tour herumfuhrwerkt und seine Ansichten unangenehm und ohne Unterlass in seine Umgebung krakeelt. Oder, wenn diese längst geflohen ist, in irgendein Gerät.
Egal ob in Politik, Medien oder Nachbarschaft, wohin man sich auch wendet, die Bescheidwisser und Tonangeber warten schon und hausmeistern einen an.
Jess Jochimsen begegnet dem krisensatten Marktgeschrei auf seine Weise. Er singt Lieder über den ganzjährigen November, zeigt hanebüchene Dias aus deutschen Vorstädten und erzählt. Von daheim und unterwegs. Von dem, was anliegt.
„Für die Jahreszeit zu laut“ ist der Versuch, dem großen Geklapper zu entkommen und dabei Haltung zu bewahren. Ein Misstrauensvotum gegen Lärmmacher aller Art.
„Jim Jarmusch wäre stolz drauf! [...] Jochimsen gibt jedem Zuschauer ein wohlig-trübes Bauchgefühl mit nach Hause. Ein Gefühl wie ein argentinischer Tango in einer finnischen Winternacht. Irgendwie so gar nicht Comedy. Schön!“ (Fudder)
jessjochimsen.de